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Geschrieben von Urs Wunderli
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Dienstag, 20. Februar 2007 |
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Es war noch dunke. als ich die Haustüre öffnete und in die kalte Luft hinausging. Es frohr mich ein wenig da unsere Wohnung überdimensional überheitzt ist. So zog in den Reissverschluss meiner Jacke ganz nach oben und versteckte mein Kinn hinter dem Kragen. Die Hände schlüpften wie von alleine in die Jackentaschen und so schritt ich eilig, wegen der Kälte, auf die Strasse hinaus.
Es war ca. 05:15 Uhr morgens. Meistens gehe ich vor der Schule noch einige Schritte laufen und so muss ich dann halt früh aufstehen. Zu dieser Zeit ist in Basel schon einiges los! Die Putzdivision der Stadtz fegt im wahrsten Sinn des Wortes über die Strassen. Überal hört man das Geräusch von Besen und Putzmaschienen. Die ersten Trämmchen fahren schon und einige müde Passanten treffe ich auch immer an.
An jenem Tag also, schritt ich wegen der Kälte eilends um die Ecken. Das Kinn hinter dem Kragen versteckt lief ich durch die Strassen bis mir der Rücken schmertzte, weil ich so gebuckelt im Zeugs herum lief.
Ich kam in eine grössere Strasse und bog dort nach links ab. Die Hälfte meiner Reise war schon vorbei als ich mehr oder weniger verdutzt unter einem Baum stehen blib.
Da sang eine Amsel! Morgens um halb sechs! Sie sass da, auf einer kahlen Birke, und sang und trillerte und freute sich am Leben. Ich stand unter der kahlen Birke, hörte der Amsel zu und freute mich ebenfalls am Leben. Wie geht der Spruch? Gemeinsame Freude ist doppelte Freude?
Huuu, es wurde wieder kalt und so ging ich, innerlich der Amsel alles gute wünschend, davon. Ich war fasziniert von Gottes Schöfpung und wie wunderbar er doch alles gemacht hat. Eben z.B. die Amsel mit ihrem Lied, einfach so weil es schön ist. (Ich weiss zwar nicht, ob die Leuten im Hotelzimmer, neben dem Ast von der Amsel, gleichviel Freude an ihrem Gesang hatten wie ich)
Heute Morgen kam ich wieder deswegs. Nun war ich gespannt. Würde die Amsel wieder singen? Schon von weitem schperrte ich meine Ohren auf und lauschte, doch die doofe Putzmaschiene machte einen enormen Krach. Doch je näher ich kam, desto deutlicher wurde es. Ein ganzer Chor von Amseln sangen vergnügt des morgens um halb Sechs!
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