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Gestern Mittwoch, war der 1. Monat vorbei, in dem Hanna nun auf der Welt ist. Sie hat tüchtig was geleistet!
Exemplarisch ist vielleicht der gestrige Tag. Am Morgen früh sah Hanneli sich genötigt, durch das dumme Hungergefühl die Augen aufzutun. Augen auftun ist ziemlich schwierig. Das kann bis zu 45 min dauern! Da werden Faxen und Grimmassen gerissen, mal die Stirn in Böse Falten und mal in Gute gelegt. Gütig gesäuftzt, grimmig gekrümt, Heftig gegähnt, mit den Augengliedern gekämpft und dann vor Erschöpfung friedlich weiter geschlafen. Doch plötzlich schnellen die Augen auf! Ouh das Licht ist hell, also wieder schnell die Lieder halb zu ziehen und mal grimmig gucken. Dann muss man gucken wo man ist. Ah, auf Papas Arm. Mhm! Sieht der noch gleich aus wie gestern? Nun pflanzt man den neugierigen Blick auf. Das Licht tut nicht mer so weh und darum kann man den Papa nun ganz genau angucken. Ist der Stoppelbart nun wieder etwas gewachsen? Ist das Normal? Macht Papa das mit absicht? Warum grinst er jetzt so blöd und wiederholt ständig die Worte "bist Du aufgewacht. He? Bist Du aufgewacht?" Man könnte ja meinen, es sei eine Gewalltsleistung!
Gut dass es nicht nur den Papa gibt. Alles was oberhalb des Köpfchens ist, das ist interessant. Also verbiegt man am besten die Wirbelsäule zu einer Banane nach hinten, um zu sehen, was es sonst noch so gibt. Die Ärmchen muss man auch strecken, und Zappeln auch. Es sei ja gesund.
Doch halt, eigentlich ist man ja nicht da, um die Welt zu begutachten sondern eigentlich wollte man ja etwas essen! Also, tief Luft holen und.... (Bie dem Weinen fühlt sich dann Papa nicht mehr so glücklich sonder mehr hilflos...)
In etwa so begann der Tag. Nach dem Stillen darf dann ein Baby noch ein wenig wach sein. Dann sollte es wieder schlafen. Doch Schlafen ist nicht gut. Denn danach muss man ja wieder erwachen. Also bleibt man lieber gleich wach. Das geht am besten wenn man Weint! Also tief Luft holen und... Irgend wann, wenn man tief Luft holt, kann es aber sein, dass man dabei einschläft. Das ist dann halt eben dumm gelaufen...
Gestern kamen zusätzlich zu den üblichen Szenarien noch weitere dazu. Papa musste Fernseh gucken, wegen den Bundesratswahlen (was auch immer das ist). Ständig das Politische geplapper! Dann gingen wir in den Speisesaal der Chrischone um dort Mittagzuessen. Ständig das Theologische geplapper! Geplapper hier, geplapper da. Wie sollte man da zu Ruhe kommen? Dann war da noch das Bauchweh. Kaum konnte man dan schlafen, kamen wieder so Krämpfe und das kleine Hanneli musste Herzzerreisend weinen!
Am Abend gipfelte es dann in den Höhepunkt. Hanneli war so aufgedreht und hate Bauchschmerzen dass es nicht mehr lustig war. Auf Papas Armen, der sie Wiegte weinte sie sich in den Schlaf um kurz darauf wieder aufzuwachen wegen den Bauchschmerzen. Am Schluss schrie Hanneli so fest, dass sie dabei vergass zu Atmen! Kam in eine furtbare Not, lief rot an und beängstigte ihre Eltern wie noch nie. Anblasen hiess es, müsse man Babys, die nicht mehr Atmen. So bliesen Mamma und Pappa dem Hanneli heftig ins Gesicht. Es wirkte. Was Atmen doch ausmachen kann. Hanneli wurde ruhiger...
Dann kam das Einschlafen vor der Nacht. Auf Mammas Arm schlief das kleine Mädchen dann nun endlich ein. Ergeben von den Strapazen döste sie vor sich hin, zwischendurch wieder mit Krämpfen befallen krümte sie sich. Papa stellten seinen Finger zur Verfügung um daran Nuckeln zu können. Das beruhigte und so schlief Hanneli schliesslich ein. Eine Halbe Stunde später geschah es dann. Hanneli wurde unruhig. Papa spickte aus dem Bett, damit sie nicht zu nervös wurde. Und dann! Puuuuuuuups. Ein gewalltiger Donner, Mächte ungeanter Ausmasses, Geräusche die nicht erahnt worden währen, Gewallten die alle Politiker nicht zustande bringen. All das ging in verschiedensten Stössen und mit lautem Geknatter in die Hose! Wieder und wieder donnerte es. Wieder und wieder presste das kleine Geschöpf um dann zufrieden den nächsten mächtigen Donner gen Windeln zu senden.
Papa triumphierte bei jedem Donner. Er sprang siegesgewiss hin und her, vollführte einen komischn Uhrvölkerähnlichen Sigestanz uns feuerte das kleine Meiteli an. Dass daraufhin munter weiter puupste!
Dann wurden Windeln gewechselt. Die waren voll, stanken erbärmlich und freuten den Pappa riesig. Dann ging es ins Bettchen, und nach einigen "äh.." schlief unser Meiteli ein.
Fazit: Ach wie schön sind doch volle Windeln!
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