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Kinder, so sagt man, verändern die Welt. Also mein kleines
Töchterchen hat mich jedenfalls ziemlich verändert. Ein kleines Beispiel? Ich
schaltete heute meinen PC erst um 15:00 Uhr ein. Sonst ist das immer so
ziemlich das erste, was ich mache…
Am letzten Montag, den 19. 11. 07, konnte Christine endlich
nach hause kommen. Doch bis es soweit war, mussten wir zusammen noch einiges
leisten. Dazu kam, dass ich am Abend eigentlich ins Militär musste. Aber zuerst
ging ich in den Spital. Dort erklärte mir die Schwester, dass sie nun gleich
mit dem Kinderspital zwei Termine für Ultraschalluntersuchungen abgemacht
hätte. Supper! Ich war echt erleichtert. Doch es stellte mich vor ein neues
Problem. Der Letzte Termin war um halt fünf Uhr Abends. Wenn ich noch nach Lugano
fahren sollte, musste ich um sechs Uhr Abends gehen. Ich suchte die passenden
Verbindungen, doch irgendwie merkte ich, dass dies nun nicht mehr ging. Ich
rief dem Projektleiter, der den Militäreinsatz leitete an, und erklärte ihm die
Situation. Wir machten aus, dass ich erst am nächsten Morgen um 10 Uhr nach
Lugano gehen werde. Gut, war das auch geregelt. Wenn ich noch eine Nacht
zuhause währe, würde Christine sicherlich auch erleichtert sein.
Nun war aber erst Montagmorgen. Das ich später einrücken kann,
wusste ich noch nicht. Also reiste ich vom Spital wieder nach hause, um meine
Sachen zu Packen für den WK. Dann ging ich in Windeseile wieder zurück in das
Spital. Zum essen hatte ich irgendwie keine Zeit. Dort angekommen packten wir
in aller Eile die Sachen zusammen. Die Schwester hatte uns für halb Drei ein
Taxi bestellt, das uns in den Kinderspital brachte. Auf kosten des Spitals. Wie
Nobel! Also ramschten wir alles zusammen und stopften es in irgendwelche
Taschen und Säcke. Nebenbei drückte die Schwester unserem Hanneli noch einen
Schopen rein…
Alles gepackt und ab ging’s. Die Schwester wünschte uns
alles Gute, wir ihr auch, und so eilten wir aus dem Spital zum wartenden Taxi.
Dann ging es kreuz und quer durch die Stadt (Das liegt an der Verkehrsführung)
um pünktlich im Kinderspital anzukommen. Bis wir mal rausgefunden hatten, wo
wir überhaupt hin mussten…
Irgendwann landeten wir in einem Wartezimmer. Es hat da
viele Wartezimmer, aber scheinbar sind wir im richtigen gelandet. Mit unseren
vielen Taschen und Koffern versuchten wir irgendwie das Puff zu ordnen und
einmal die Hektik zu verdauen. Für mich war es die Gelegenheit die Sache mit
dem Militär zu klären. Also, am nächsten Morgen um sieben Uhr werde ich nach
Lugano abfahren…
Dann ging es zu einem Arzt der sich mit einem
Ultraschallgerät gut auskannte. Und mit diesem Ultraschallgerät, das er gut
kannte, durchforschte er das Herz von Hanneli ganz genau. Dank seinem Gerät,
das er gut im Griff hatte, sah er so einiges. Doch die Bilanz zeigte. Alles so,
dass man sich keine Sorgen zu machen braucht. Gut! Danke.
Nun ging es in den nächsten Wartesaal, der irgendwo in
diesem Gebäude war. Zum glück war das nur ein Stock tiefer. Wir wussten wohin,
denn wir hatten uns auf der Suche nach dem ersten Wartesaal schon mal in diese
Abteilung verirrt. Also wieder los. Koffer Taschen und Kind unter die Arme und
weg. Die ganze Angelegenheit passte Hanneli übrigens gar nicht. Darum bieselte
sie des Doktors Bett voll! So mussten wir noch einen Wickeltisch suchen. Es war
gar nicht so einfach, in dem Kinderspital einen Wickeltisch zu finden. Doch
eine liebe Schwester organisierte uns ein solches Pläzli. Dann wieder zurück in
den Wartesaal und… warten. Eigentlich wollte Hanneli nun was essen, doch
irgendwie war das nicht so gut, denn wir sollten eigentlich gleich an die Reihe
kommen. Also wurde geweint, und zwar laut! Ich nahm sie auf den Arm und
marschierte den Flur auf und ab, demonstrativ vor des Docktors Türe vorbei,
damit die da drinnen hören, wie mein Hanneli leidet. Es ging dann auch nicht
lange, und wir kamen dran. Christine blieb im Wartezimmer um ein wenig
auszuruhen.
Ich kam in ein dunkles Zimmer. Eine liebe Frau Doktor sass,
hinter was wohl? Richtig, einem Ultraschallgerät. Die Frau Docktor hatte diese
Gerät ebenfalls gut im Griff, und weil es ihr Job war, untersuchte sie unser
Hanneli sehr genau. Sie kontrollierte ob alle Organe am richtigen Ort seien,
und ob sie auch wirklich funktionierten. Ja, alles war in Ordnung. Hanneli
hielt sich gut ruhig. Die Frau Doktor hatte über dem Hanneli eine Wärmelampe
aufgestellt. Hanneli hat es wie ihre Mutter, kaum wird es warm, wird sie weich
und schlaff wie Butter. So nuckelte sie an meinem Finger und lies die Frau
Doktor ihre arbeit tun.
Irgendwas stank. Darum machte ich mich nach der Untersuchung
ans Windelnwechseln. Als ich dann die schöne neue Windel unter ihrem kleinen
Poo platzierte, kam ein kleiner Springbrunnen, und als der vorbei war, kam noch
was anderes (das was strenger riecht) hinterher. Die neue Windel, war plötzlich
nicht mehr neu, und so kam die Nächste Windel an die Reihe.
Nun hatte Christine die Zeit, sie zu stillen. Derweilen rief
ich auf St. Chrischona an. 20 Min. später, wurden wir mit dem Auto abgeholt. Endlich
es ging nach hause!
Doch der ganze Marathon zehrte an den Kräften von Christine.
Ich kochte für sie was zum Essen. In unserer Wohnung sah es zudem nun auch so aus, als hätte ne
Bombe eingeschlagen. Überall lagen Dinge rum. Christine ass was zum Znacht und
machte sich fürs Bett bereit.
Dann kam der grosse Zusammenbruch. Im Spital bekam Christine
ja eine Eisentransphusion. Danach schlief sie mit dem Arm über dem
Kinderbetchen ein. Daraus ergab sich eine Wenenendzündung. Die schwoll an,
wurde immer dicker und dicker. Die Schwestern im Spital hatten so viel zu tun,
dass sie sich gar nie so recht darum gekümmert hatten. Christine fühlte sich
nicht ernst genommen, vor allem als das Ding immer Dicker wurde. So sass sie
missmutig im Bett, hatte Schmerzen und überhaupt! Plötzlich wurde der Kreislauf
wieder schwach. Sie wurde bleich, fing an zu Zittern und zu schlottern. Was soll
man da tun? Ich rief eine Kollegin an, die als Krankenschwester im Kinderspital
arbeitet. Sie kam vorbei und zusammen guckten wir nun nach Christine.
Einige Zeit später, war alles wieder gut. Ich wusste nur,
dass ich meine Frau so nicht alleine lassen konnte. Also gab ich dem
Projektleiter im Militär wieder bescheid, dass ich nicht kommen konnte. Er
reagierte sehr verständnisvoll. Einen Tag später sagte er mir: „Wir währen
natürlich schon froh, wenn Du kommen könntest, doch erst Priorität hat nun
deine Frau.“ Vielen Dank! Wir machten aus, dass ich nun definitiv nicht nach
Lugano fahren würde. Für Christine eine enorme Erleichterung.
So ging der erste Tag zuhause zu ende.
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