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Neulich sagte mir jemand, ich solle wieder einmal einen Beitrag auf die Homepage stellen. Es sei so interessant. Danke für das Kompliment! Das veröffentlichen dieser Artikel auf der Homepage hat es so in sich. Bei schreiben überlegt man sich, wer sich wohl für diese Geschichten sich interessieren könnte. Doch doch, so redet man sich fleissig zu, das interessiert schon jemand. Irgend wie muss man den Aufwand, den man ja meistens, ich jedenfalls, spät in der Nacht betreibt, auch rechtfertigen können. Wenn es dann auch nur für die eigene „Psychohygiene“ ist. Nachts um zwölf online gestellt, am nächsten Tag gucken ob jemand einen Kommentar geschrieben hat. Nichts. Ist ja klar! Einen Tag später? Nichts… (usw.) Da fragt man sich dann eben schon, liest das Jemand? Echo…?
Nun, zum Glück kann man da gewisse Dinge kombinieren. Zum Beispiel der Freundesbrief und die Artikel online. Darum mache ich das jetzt gerade. Alle die den Freundesbrief erhalten können diesen Artikel später auch online lesen. All jene die diesen Artikel online lesen können den Freundesbrief auch gleich bestellen , aber lassen wir das…
Die meisten erkundigen sich so, wie es uns als Familie so geht. Darum sollen hier einige Episoden erscheinen, die wir in den vergangenen Tagen so erlebten.
Es sei wichtig, so meine Frau, dass ein Mädchen ein Pyjama hätte. So so. Ich als Mann kann da zwar Strampelgewändchen von Pyjamas nicht unterscheiden. Aber was Frau sagt, stimmt meistens. Also zog ich auf Geheiss von Christine eines schönes nachmittags los, um ein Pyjama für mein Töchterchen zu kaufen. Ich hatte keine Ahnung auf was ich da achten sollte und hatte auch ehrlich gesagt ein schlechtes Gefühl dabei. Doch Christine meinte, mein letzter Kleidereinkauf sei auch nicht so schlecht ausgefallen, ich würde sicherlich das richtige nach Hause bringen. Komisch, normalerweise bin doch ich der Optimist in unserer Beziehung…
Also trottete ich los. Wo kriegt man Baby Kleidchen in der richtigen Grösse? Manor, die haben alles. Da ich sowieso noch was aus diesem Laden brauchte, kam es mir gelegen, dass dieses einkaufshaus auch eine Babyabteilung führt. Ich ging also in den Laden, die Rolltreppen rauf und stand da vor Meterweise Babykleider. Als einziger Mann. Ich kam mir vor, wie… ich glaube das Gefühl von totaldumm kann man gar nicht beschreiben. Da stand ich nun, zwischen Samt, Plüsch, Rosa, Punkten, Himmelblau und Bärchenmuster. Was war nun ein Pyjama? Irgendwann entdeckte ich, dass auf den Kleiderbügeln stand, ob es für ein Boy (Knabe) oder für ein Girl (Mädchen) war. Erleichterung machte sich in meinem geschundenen Herzen breit. Wenigstens war das angeschrieben. Auf diese Hinweise hin versuchte ich dann den Unterschied zwischen Knabenkleidchen und Mädchenkleidchen heraus zu finden. Es ist schwierig bis unmöglich. Da, einsam in dem Laden, inmitten von Babykleidern wurde traf mich eine Tatsache wie der Blitz vom Himmel. Es gibt gar keine richtigen Knabenkleider mehr. Wo sind Knabenhosen mit einem Fach für einen Doppelmeter? Gibt es die wirklich nicht, weil ein Doppelmeter länger ist als ein Babybein? Wo sind Hosen mit verstärkten Säcken für die Schrauben? Mit Seitentaschen? Wo sind Kleidchen die an den Knien gepolstert sind wie bei einem Bodenleger? Denn eines ist klar, wenn ein Kindchen das Kriechen auf den Knien entdeckt hat, währe eine solche Hose praktischer als eine die ein schnüsiges Bambi darauf gestickt hatte. Alles ist in weichen Tönen, mit schnüsigen Motiven von Tieren wie z.B. Knudelbärchen die mit der Wirklichkeit eines Bären nichts mehr zu tun haben. Da sind die Knabensachen so Feminin geworden dass es für Mädchen wirklich nur noch Kleidchen in Rosa übrig bleiben. Ja ja, so wurde es mir bewusst, Babykleider sind nicht für die Babys gemacht sondern für deren Müttern. Es überkommt einem schon seltsam, wenn einem diese Tatsache inmitten der Gestellen aus Rosa Kleidchen übermannt.
Nach langem Suchen fand ich in den hintersten Reihen ein Hellblaues Pyjama. Mir kam es mittlerweile nur noch darauf an, dass es nicht rosa war. Dankbar über diesen Fund ging ich zur Kasse, öffnete mein Portemonnaie und schüttete mein halben Vorrat an Kleingeld auf den Teppich vor der Kasse. Das war der Augenblick in dem ich merkte, dass mein Portemonnaie nun definitiv hinüber war. Ich bezahlte das Kleidchen, ging zwei Stockwerke tiefer in die Lederabteilung und kaufte nach langen langen Suchen ein neues Portemonnaie. Zuhause meinte Christine, dass der Grund des teuren Preises beim Pyjama wohl die Sternchen die auf dem Pyjama sei. Die würden nämlich in der Nacht leuchten! Sie war richtig fasziniert davon und ich fragte mich, von welchen Sternchen sie wohl redete und versuchte mich krampfhaft an den Preis dieses Dings zu erinnern…
Ansonsten geht es uns ganz gut. Hanna hat nun das Lachen entdeckt. Sie kann Leute ganz bewusst anlachen! Oder auch nicht… Etwas vor 22:00 Uhr kriegt sie ihre letze Mahlzeit und wir bringen sie zu Bett. Wir beten mit ihr und singen ein Lied. Sie freut sich enorm wenn Mami und Papi singen und quitscht vor Vergnügen. Dann zappelt sie noch ein wenig im Bettchen rum, hat irgendwie Freude an allem, schläft dann ruhig ein (Ausser jetzt wo ich den Freundesbrief schreibe) und wacht jeweils zwischen 05:00 und 07:00 wieder auf und will sofort was zu essen. Danach schläft sie gleich wieder ein. Dann kommt die Aufwachphase. Sie nörgelt und nürtzelt rum, schüttelt den Kopf nach links und nach rechts und kriegt die Augen einfach nicht auf. Oder sie kriegt die Augen auf, zappelt, ist glücklich und steckt sich das Fäustchen in den Mund. Heute Morgen lag sie so in ihrem Bettchen, die Augen offen, das Fäustchen im Munde und alles betrachtend was um sie herum so war. Da hob sich plötzlich der Vorhang vom Bettchen und Papa guckte verschlafen hinein. Hallo?? Sie guckte mich an, staunte… und dann lachte und zappelte sie vor Freude. Das ist schon was Schönes! Weniger schön ist dann, dass sie möchte, dass man nun bei ihr bleibt. So ging dann der Protestschrei los als ich mich mühsam aus dem Bett quälte um endlich was zu tun. Hanna entdeckt ihre Stimme immer mehr. Jede Woche kommen neue Jauchzer oder Weiner dazu. Auch möchte sie nun mit einem in Konversation treten. Leider kann man diese Laute nicht aufschreiben. Sie tönen ziemlich blubbernd und… ja eben komisch halt. Wenn sie dann solche Geräusche von sich gibt, möchte sie, dass man sie nach macht. Wenn man dann die gleichen Geräusche macht wie sie, hat sie enorm viel Freude. Dann strampelt sie und fängt an einem Geschichten zu erzählen. Ja ja, unser Mädchen wächst… Wir sind Gott für sein Geschenk, dass er uns mit Hanna machte enorm dankbar. Ihre Anwesenheit ist für mich immer wieder einen Beweis für Gottes liebe und Fürsorge. Gerade jetzt, wenn es auch um die nähere Zukunft geht und ich mich darum bemühe, einen Job zu finden, ist sie mir immer wieder einen Beweis dass es Gott mit uns gut meint. Ich bin sicher, dass er gut für uns sorgen wird, in seiner Hand sind wir geborgen.
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Bis morgen oder so, denn wir kommen zur PSJ Woche :-)
LG Miriam